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13.01.2016 ZAK Roland Eppler

13.01.2016

Wieso gibt es Ausnahmegenehmigungen?

 Die letzten schönen Weihnachtstage wurden genutzt, um zu wandern. Wer allerdings vom Lochen aus, in Richtung Plettenberg lief, wurde schon von weitem mit lautem Lärm begrüßt. So standen am Hohen Fels die ersten Wanderer und wunderten sich über die störenden Geräusche. Viele Fragen wurden laut. Woher kommen diese Geräusche und wie kann es sein dass nicht einmal an den heiligsten Feiertagen im Jahr von einem Abbau auf dem Plettenberg abgesehen wird? Wie ist es möglich und mit welchem Recht erteilen hier Behörden, Ausnahmegenehmigungen?

Am Zaun der Firma Holcim standen dann unzählige Schaulustige und verfolgten mit großem Unverständnis das Treiben der Bagger und Laster, die mit ohrenbetäubende, Lärm Gestein in den Brecher ausleerten. So hat sich nicht nur die Firma Holcim, sondern auch Behörden und Landratsämter mit ihrer Politik wieder einmal ein Eigentor geschossen. Keiner der Wanderer zeigte für solch eine Vorgehensweise Verständnis. So lange hier Behörden, Landratsämter und Politik Hand in Hand mit Zementwerken arbeitet, wird der Ruhe suchende Wanderer nicht gefragt.

Wer nach Gründen für solches Verhalten sucht wird im Internet fündig. Bei der Firma Holcim in Dotternhausen wurden im Jahr 2014 über 150 000 Tonnen Müll, beziehungsweise Ersatzbrennstoffe verbrannt. Was sind Ersatzbrennstoffe? Das sind zum Beispiel 64 300 Tonnen Gießereisand, 5 400 Tonnen Bearbeitungsöle, 23 700 Tonnen Dachpappe, 14 700 Tonnen Trockenklärschlamm oder 10 900 Tonnen zerkleinerte Altreifen.

Die Verbrennung von einer Tonne Müll in Zementwerken kostet rund 50 Euro, in einer Müllverbrennungsanlage 130 Euro? Haben Zementwerke die gleichen Filtertechniken für die entstehenden Abgas Gifte wie Müllverbrennungsanlagen? Haben Zementwerke die gleichen Sicherheitsstandards wie Müllverbrennungsanlagen? Warum werden hier Bürger nicht besser vor Emissionen und Immissionen geschützt? Hier hat man ganz offensichtlich eine Win-win-Situation seitens Holcim und Behörden gefunden und es geht wie immer um Geld.

Wer sich den Abbau auf dem Plettenberg in den letzten zwölf Monaten genau angeschaut hat, wird feststellen, wie extrem schnell der Abbau von statten geht. Schade nur, dass wir unsere Heimat so billig verkaufen und so wenig verteidigen. Ich möchte erneut an die Worte des Werksleiters Herrn Schillo erinnern der sagte: Der Plettenberg ist nicht das Letzte was wir abbauen. Das dürfte dann auch die Bewohner von Deilingen und Umgebung betreffen.

Roland Eppler,
Vor Tannen 14, Spaichingen

Willkommen

Herzlich Willkommen auf der Hompage von
Bi pro-plettenberg

Wie es vielen mittlerweile bekannt ist sind wir im Zollernalbkreis sehr betroffen,

dass der Plettenberg duch Kalksteinabbau fast ganz eingeebnet werden soll.

Der Plettenberg mit seinen 1001,6 m.ü.NN befindet sich an der Westseite der Schwäbischen Alb und

ist einer der 13 Berge der Schwäbischen Alb die über 1000 m.ü.NN hoch sind.

Nähre Informationen zum Plettenberg erhalten Sie auch unter dem nachstehenden

Wikipedia Artikel

Dies ist ein Aufruf an diejenigen, die die unsere Ziele mitverfolgen wollen!

Wir suchen beständig nach neuen Unterstützern um diesen Vorgang zu verhinden.

Registrieren Sie sich unter
www.pro-plettenberg.de

  • Die Grundsatzziele der  BI pro-plettenberg bestehen aus ….

  • Keine weitere Zerstörung des Plettenbergs- Erhaltung der restlichen Hochfläche mit Fauna und Flora.
  • Vollständige Renaturierung des Plettenbergs, nach den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger.
  • Schutz vor Hochwassergefahren, bedingt durch die Wasserableitung aus den Steinbrüchen auf dem Plettenberg und bei Dormettingen.
  • Schutz der Trinkwasserbrunnen, bedroht durch die Wasserversickerung und Oberflächenwasser aus den Steinbrüchen.
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Luftverschmutzung und Umweltverschmutzung durch die Zementherstellung.
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger durch die Reduzierung von Lärm und Sprengerschütterungen.
  • Schutz der Bevölkerung vor weiteren Bergstürzen, Rutschungen und den Gefahren durch die Materialseilbahn.
  • Die Ziele erstrecken sich auf regionale und überregionale Ebene. Wir wollen den Schutz der gesamten Region, über Kreisgrenzen hinaus.

Spendenkonto:

Bankinstitut:                 Sparkasse Zollernalb
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10.01.2016 Holcim zeigt sein wahres Gesicht

Leserbrief/Pressebericht

 

Holcim zeigt sein wahres Gesicht

 

Holcim geht in die Offensive – marschiert demnächst das Schweizerische Bundesheer in Deutschland ein, angeführt von den Holcim Managern? Mit welcher Selbstverständlichkeit Holcim keinerlei Rücksicht auf christliche Feiertage nimmt, wissen wir seit Ostern und Weihnachten, auch dort musste Gestank, Lärm und Dreck ertragen werden. Vollendete Tatsachen eben, Aussagen die von einem Diktator stammen könnten und nicht von einem verantwortungsvollen Unternehmen. Alles ausschließlich der Geldgier geschuldet.

Ohne Rücksicht auf die geltenden Verträge sagt man: „auf dem Plettenberg ist alles rekultiviert“. Nun, wenn man die alten geltenden Verträge mit dem jämmerlichen Rekultivierungsversuch vergleicht, scheint es, dass hier jemand an Realitätsverlust leidet. Nach dem Abbau soll der Eingriff in die Natur nicht mehr sichtbar sein, so der Vertrag von 1977. Im stillgelegten Steinbruch in der Schweiz Reckingen/Musital trifft dies auch zu. Wenige Jahre nach dem Abbau ist der Steinbruch einer Naturlandschaft gewichen, künstlich mit den Finanzen von Holcim geschaffen.

Holcim ist gesprächsbereit – gerne sprechen wir, die BI über folgende Themen:

Über ein Abbauende an den bisherigen Grenzen und keinen Meter weiter auf dem Plettenberg. Denn das Werk könnte trotzdem weiter laufen. Wenn man gewinnbringend, tausende Tonnen von gebranntem Schiefer in die Schweiz zur Weiterverarbeitung bringt, dann kann man auch gewinnbringend bei der Rückfahrt Kalkgestein aus der Schweiz nach Dotternhausen bringen. Der grenznahe Steinbruch Musital wurde jedoch geschlossen, sicher ist es besser die Schweizer Natur zu schonen und unsere zu zerstören, nach schweizerischer Sichtweise.

Wenn wir schon über die Schweiz reden, warum sind hier nicht die gleichen Entgiftungsanlagen eingebaut wie in Schweizer Holcim Werken? In Untervaz ist ein Nasswäscher eingebaut, obwohl dort nur ein Bruchteil von Schwefel in den Abgasen enthalten ist wie in Dotterhausen aus Müll- und Schieferverbrennung. Im Werk Siggenthal ist sogar ein Aktivkoksfilter wegen der Klärschlamm- /Müllverbrennung eingebaut, in Dotternhausen wird nahezu das gleiche verbrannt. Filter, die giftiges Schwermetall, Dioxine und Furane zurückhalten, sollte Holcim auch hier einbauen, zumindest wenn sie sich für einen verantwortungsvollen Zementhersteller halten. Apropos verantwortungsvolle Zementhersteller wie Lafarge, Heidelberger und PZW Rohrdorf, vorbildliche Unternehmen die bis zu 60 Millionen Euro in moderne Katalysatoren investiert haben. Gleichzeitig spricht Holcim von Ertüchtigung der SNCR Anlage im Umweltbericht 2014 und investiert 500.000€ in eine fast 15 Jahre alte Anlage, die noch unter Rohrbach eingebaut wurde. Diese Technik wurde bereits 1994 in dem Schweizer Werk Siggenthal eingebaut.

Gesprächsbereit ist die BI, aber nur wenn wir über vollständige Rekultivierung auf dem Plettenberg, über zeitgemäßen Umweltschutz, schonendem Umgang mit den Ressourcen und auch über Entschädigungen an beschädigten Häusern sprechen können. Hier gilt es mehr, als ein Betriebsleiter zur Sitzung zu schicken, als bei dem ersten Dialog Gespräch.

Gerne kommen wir auch in die Schweizer Konzernzentrale, wenn den Holcim Managern unsere Luft hier zu schmutzig ist, auch wenn der Dreck aus dem eigenen Laden kommt.

 

Martin Stussak

Sprecher BI Pro-Plettenberg

Römerweg 2

72355 Schömberg

2015.12.23 Mit der Natur sorgsam wirtschaften

Mit der Natur sorgsam wirtschaften

Viele Bürger verfolgen das Thema Holcim aufmerksam. Dem Großteil ist es aber auch mehr oder minder gleichgültig. Was Holcim macht, geht jedoch alle an. Die Natur gehört uns allen. Die Luft wird täglich bei der Verbrennung schwerst entsorgbarer und belasteter Abfälle unserer Gesellschaft, mit deren Hinterlassenschaften konfrontiert. Sie verteilt sich in alle Himmelsrichtungen, weit hinaus ins Land. Man sieht sie nicht und doch ist sie allgegenwärtig.

Es gibt noch viel Faktoren, welche mit der Herstellung von Zement verbunden sind. Positive und negative. Fast alles wurde über das Jahr hinweg schon mal angesprochen. Es gibt Schöneres, als sich gegen die Macht der Zementbranche, der Behörden, des Gesetzgebers, der Mitarbeiter fragend und fordernd zu stellen. Aber genau aus diesem Grund bin ich tätig und ist die BI-Pro Plettenberg entstanden. Wir recherchieren, ermitteln, führen Gespräche und stellen fest, was alles und wie es gespielt wird.

Wenn man hinterfragt, dann merkt man, es stinkt an allen Ecken und Enden. So wird man als engagierter Bürger immer weiter in die Sache hineingezogen und man kann fast nicht mehr aufhören, oder zusehen, wie alles läuft. Und so bleibt einem nichts anderes übrig als weiterzuforschen. Die BI tut alles ohne Eigennutz, nur zum Wohl unserer Mitbürger.

Aus unserer Sicht müssten sich noch viele bewegen. Das Volk muss sich empören. Friedlichen Widerstand leisten gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft. Wir haben schon etliches erreicht und veröffentlicht. Dass sich Holcim und viele durch uns gestört fühlen, ist verständlich. Andere dagegen sind wieder offen. Gesprächsbereitschaft nach deren Wünschen und Zielen wird von Holcim vorgegeben, ebenfalls das Motto: Wir haben nichts zu verbergen. Das haut dem Fass den Boden aus. Dazu könnte man und wird auch noch viel sagen.

Holcim geht nun in die Offensive, unter anderem weil die bisherigen Abbauzeiten an sechs Tagen von 6 bis 21.30 Uhr nicht ausreichen und nun auch noch Heiligabend bis 18 Uhr und mehrere Sonntage benötig werden. Jeden Tag etwa 4000 Tonnen Plettenberg – fast zum Nulltarif.

Ungehört bleibt bei allem die Botschaft des Papstes, und der Aufruf von einem Teil der Politik, dass wir mit den Vorräten der Natur sorgsam haushalten müssen. Alle Regeln bleiben wegen des wirtschaftlichen Erfolgs ohne Gehör. Gelernt wurde bisher recht wenig. Ein Grund für uns, immer noch mehr auf Umstände hinzuweisen.

Günter Schäfer
Joh.-Seb.-Bachstraße 15
Dotternhausen

2015.12.23 Leserbrief-Holcim geht in die Offensive/Ist weiterhin gesprächsbereit

Hier der ursprüngliche Leserbrief von Günter
Holcim geht in die Offensive/Ist weiterhin gesprächsbereit

Ein Jahr neigt sich dem Ende. Das Thema Holcim begleitete einem in der Presse ganzjährig. Viel Bürger verfolgen es aufmerksam. Dem Großteil ist es aber auch mehr oder minder gleichgültig. Was Holcim macht, geht jedoch alle an. Die Natur gehört uns allen. Die Luft wird täglich bei der Verbrennung von 600 to. schwerst entsorgbarer und belasteter Abfälle unserer Gesellschaft, mit deren Hinterlassenschaften konfrontiert. Sie verteilt sich in alle Himmelsrichtungen, weit hinaus ins Land. Man sieht sie nicht und doch ist sie allgegenwärtig. Es gibt noch viel Faktoren, welche mit der Herstellung von Zement verbunden sind. Positive und negative. Fast alles wurde über das Jahr hinweg schon mal angesprochen. Der Überblick über alles für und wieder ist sehr schwierig. Man könnte nun sagen, ja lasst uns doch in Ruhe. Das würde ich gerne machen. Es gibt schöneres als sich gegen die Macht der Zementbranche, den Behörden, dem Gesetzgeber, den Mitarbeiter etc. fragend und fordernd gegenüberzustellen. Aber genau aus diesem Grund bin ich tätig und ist die BI-Pro Plettenberg entstanden. Wir recherchieren, ermitteln, führen Gespräche und stellen fest, was alles und wie es gespielt wird. Alle haben ihre Taktik . Alle arbeiten ehrlich, und pflichtbewusst. Es wird gut sortiert wie sag ich es verträglich dem Volk. Wenn sie hinterfragen, dann merkt man es stinkt an allen Ecken und Enden. So wird man als engagierter Bürger immer weiter in die Sache hineingezogen und man kann fast nicht mehr aufhören, oder zusehen, wie alles läuft. „Sich fügen heißt lügen“. Und so bleibt einem nichts anderes übrig als weiterzuforschen. Vergleichbare Beispiele zur Ehrlichkeit : VW-Skandal, CIA-Affäre- Herr Snowden, Fußballverband u.s.w. Alle sind ursprünglich grundehrlich und dann ? Die BI tut alles ohne Eigennutz nur zum Wohl unserer Mitbürger. Aus unserer Sicht müssten sich noch viele bewegen. Das Volk muss sich empören. Friedlichen Widerstand leisten gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft. Wir haben schon etliches erreicht und veröffentlicht. Auch wir haben eine eigene Strategie diese werden wir wie die Gegenseite für uns behalten. Dass sich Holcim und viele durch uns gestört fühlen, ist verständlich. Andere dagegen sind wieder offen. Gesprächsbereitschaft nach deren Wünschen und Zielen wird von Holcim vorgegeben, ebenfalls das Motto, wir haben nichts zu verbergen. Das haut dem Fass den Boden aus. Dazu könnte man und wird auch noch viel sagen. Holcim geht nun in die Offensive u.a. weil die bisherigen Abbauzeiten an 6 Tagen von 6.oo bis 21.30 Uhr nicht ausreichen und nun auch noch Heiligabend bis 18.00 und die Sonntage 27.12.15/3.1.2016 und 10.1.2016 benötig werden. Jeden Tag ca. 4000 to. Plettenberg-fast zum Nulltarif. Unverhalt bleibt bei allem die aktuelle Botschaft des Papstes, und dem Aufruf von einem Teil der Politik ,dass wir mit den Vorräten der Natur sorgsam haushalten müssen. Alle Regeln bleiben wegen des wirtschaftlichen Erfolges ohne Gehör. Gelernt wurde bisher recht wenig. Ein Grund für uns, immer noch mehr auf Umstände hinzuweisen. Benutzen Sie die besinnliche Weihnachtszeit um über die Schöpfung Gottes, deren Sinn und Nutzung und die Machenschaften aller nachzudenken. Ziehen sie ihre Schlüsse.

Günter Schäfer
Joh.-Seb.-Bachstr. 15
72359 Dotternhausen

ZAK 2

2015.12.22 Wieso eigentlich eine Plattform?

Wieso eigentlich eine Plattform?

Die Gemeinde Dotternhausen beabsichtigt im Jahr 2016 zusammen mit der Firma Holcim,eine Aussichtsplattform auf der Nordwestseite des Steinbruchs auf dem Plettenberg zu erstellen. Diese Plattform soll den Touristen und Wanderern, die die Natur genießen wollen, einen Einblick in das Abbaugebiet und die Renaturierung auf dem Plettenberg geben.

Es stellt sich mir die Frage: Ist so eine Plattform notwendig? Eine von Menschen mit wirtschaftlicher Gewinnorientierung zerstörte Natur soll eine Sehenswürdigkeit sein, die es sich anzuschauen lohnt? Eine Rekultivierung, die es nicht einmal verdient, diesen Namen zu tragen, soll dem Besucher auf dem Plettenberg zeigen, wie sich die Verantwortlichen eine Renaturierung vorstellen? Für solche Aussichten bedarf es keiner Plattform, sondern Maßnahmen, die zerstörte Natur wieder in geordneten Verhältnissen herzurichten, damit sich Flora und Fauna in ihrem bisherigen Lebensraum wieder entwickeln können. Wie es in der Regionalplanänderung 2013 vorgeschlagen wird, soll ein Gebiet im Nordwesten von etwa sieben Hektar Fläche, auf dem auch die Plattform erstellt werden soll, aus dem Abbaugebiet entnommen werden.

Wird dieser Vorschlag der Regionalplanänderung umgesetzt, tritt nach meinen bisherigen Recherchen die im Abbauvertrag von 1982 im Absatz 5.2.8 hinterlegte Klausel in Kraft. In diesem Absatz heißt es, der freie Zutritt zum Bruchgelände sei nach Abbau und Rekultivierung der Allgemeinheit uneingeschränkt zu gewährleisten. Die Mitbürger haben dann das Recht, das Gelände zu betreten, um sich die rekultivierte Natur aus der Nähe anzuschauen. Wieso dann eine Plattform?

Dietmar Walter
Schömbergerstraße 35,
Ratshausen

2015.12.19 Die Sache stinkt zum Himmel

Die Sache stinkt zum Himmel

 Wie schon im Steinbruch bei Schelklingen, ist die AGLN Dr. Tränkle auch als Gutachter und Rekultivierer in dem Plettenbergsteinbruch bei Dotternhausen gefragt. Hier allerdings hat die BI Pro-Plettenberg größte Bedenken, wenn der Gutachter und Rekultivierer aus einem Haus kommt, das dann auch noch vom Zementhersteller selbst ausgesucht wird. Fällt das Gutachten positiv für die Natur aus, ist der Rekultivierer schon arbeitslos. Nun fühlt sich die BI in ihren Bedenken bestätigt, die sie auch schon der verantwortlichen Behörde dem Landratsamt Balingen mitgeteilt hat. Das Naturschutzbüro Zollernalb fällt ein klares Urteil über die Bestandsaufnahme auf dem Plettenberg, als auch über das abschließende Fachgutachten der AGLN Dr. Tränkle zur Regionalplanänderung. Laut der gemeinsamen Stellungnahme der Naturschutzverbände NABU, BUND, Schwäbischer Albverein und TV „Die Naturfreunde“ in Absprache mit dem UNV ergibt sich folgende Schlussfolgerungen:

Warum sich das Gutachten auf Erhebungsdaten (Pflanzen und Lebewesen) aus dem Jahr 2010 stützt und dass viele Arten aus der Roten Liste nicht bewertet wurden, ist nicht nachvollziehbar. Auch dass die sieben Hektar Rekultivierungsfläche doppelt zählt. Denn in den letzten 40 Jahren des Abbaus wurde die geplante Rekultivierung nicht umgesetzt und jetzt soll die gleiche Ausgleichsfläche für weitere circa 20 Hektar Zerstörung ausreichend sein? Nicht zuletzt wird auch die Methode zur Erfassung von Pflanzen und Lebewesen in Frage gestellt.

Nicht klar ist, ob alle Jahreszeiten betrachtet wurden. Indirekte Beeinträchtigungen in den Steilwänden des Plettenbergs wurden schon gar nicht mit einbezogen. Gleiches gilt für Ausgleichsmaßnahmen von Brutstätten seltener Vögel. Ebenso wenig wurde die Beeinflussung des Kleinklimas gewertet.

Zusammenfassend wurde im Bericht erklärt „dass der Umweltbericht starke Mängel mit eindeutig falschen Bewertungen der Eingriffe aufweist“. Nun muss die Behörde zur Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 entscheiden. Ist das Fachgutachten der AGLN Dr. Tränkle unter Umständen nicht einmal das Papier wert, auf dem es gedruckt wurde? Wir, die BI meinen, wenn kein zweites Gutachten angefordert wird, stinkt die Sache höher zum Himmel als der Plettenberg hoch ist.

Martin Stussak
BI Pro-Plettenberg
Römerweg 2,
Schömberg

Stellungnahme Aenderung Regionalplan

An den

Regionalverband Neckar-Alb

Löwensteinplatz 1

72116 Mössingen

 

Stellungnahme zur 1. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013

 Gegenstand der Untersuchung

1.1 Gebiete für Rohstoffvorkommen

Es ist in der 1. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 vorgesehen, den Kalksteinbruch auf dem Plettenberg zu erweitern.

Diese Änderung wird entschieden abgelehnt.

  1. Untersuchungsbericht

2.1 Auszug aus dem Regionalplan

Im Umweltbericht zur 1. Änderung des Regionalplans Nechar-Alb 2013 werden auf im Kapitel 2.2.1 auf der Seite 4 die Schutzgüter Wasser, Fauna/Flora/biol. Vielfalt, Landschaft und Sachwerte/kulturelles Erbe als erheblich betroffen aufgeführt. Hier wird auf negative Auswirkungen hingewiesen.

2.2 Begründung nach Schutzgütern

 2.2.1 Schutzgut Boden

 Die geplante Erweiterungsfläche ist im Regionalplan mit 16,63 ha ausgewiesen. Eine genaue öffentliche Ausweisung per GPS-Daten ist nicht erfolgt. Das Gutachten der AG.L.N. Dr. Ulrich Tränckle Landschaftsplanung und Naturschutzmanagement geht von einer Erweiterungsfläche von 18,43 Hektar aus. Hier wurde schlecht untersucht.

Im Kapitel 2 zum Umweltbericht zur 1. Änderung Regionalplan Neckar-Alb 2013 wird unter dem Punkt 2.2.1 auf folgendes hingewiesen:

Abgesehen vom Schutzgut Luft/Klima ist bei allen Schutzgütern mit negativen Auswirkungen zu rechnen. Dies betrifft die Vorranggebiete der Abbaustätten Steinbruch Dotternhausen (Plettenberg), Steinbruch Haigerloch-Weildorf, Steinbruch Sonnenbühl-Genkingen, Steinbruch Sonnenbühl-Willmandingen, Steinbruch Trochtelfingen-Wilsingen.Tabelle 1: Zusammenfassung der Ergebnisse bezüglich der Umweltauswirkungen in Folge der Vorranggebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe (- = nicht betroffen, e = erhebliche Betroffenheit, u = unerhebliche Betroffenheit).

Als erheblich betroffen werden die Schutzgüter Wasser, Fauna/Flora/biol. Vielfalt, Landschaft und Sachwerte/kulturelles Erbe aufgeführt.

Eine Auswirkung der Kalksteinverarbeitung auf das Schutzgut Luft / Klima ist leider nicht untersucht worden.

 2.2.2 Schutzgut Wasser

 Grundwasserschutz

 Das geplante Steinbruchgelände befindet sich in einem Bereich, der der Brauch- und Löschwasserversorgung der Gemeinden Dormettingen, Dotternhausen, Ratshausen und   Hausen a.T. dient. Auch befindet sich die Vorhabensfläche innerhalb eines geplanten Wasserschutzgebetes der Zone II. Durch die Veränderung der Geländegestalt wird sich die Grundwasserneubildung verändern. Filteraktive Bodenschichten werden für den Zeitraum des Gesteinsabbaus entfernt, wodurch die Verschmutzungsgefahr des Grundwassers erheblich erhöht wird und die Nutzbarkeit als Brauch- und Löschwasser gefährdet ist. Durch die Entfernung der filteraktiven Bodenschicht sowie die Veränderung der Topographie durch den Abbau, erfolgt ein beschleunigter Abfluss des Oberflächenwassers. Als Folge wird die Grundwasserneubildung erheblich eingeschränkt.

Die Verminderung der Grundwasserneubildung kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Schüttung der Quellen haben, die zu Brauch- und Löschwassergewinnung genutzt werden. Die Beeinträchtigung der Wassermenge stellt eine Gefährdung der Daseinsvorsorge der Gemeinden Dormettingen, Dotternhausen, Ratshausen und Hausen a.T. dar. Ohne gutachterlichen Nachweis der Unschädlichkeit kann eine Ausweisung des Abbaubereichs im Regionalplan nicht ausreichend und abgewogen begründet werden.

In der Tabelle 9 zur 1. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 zu „Maßnahmen zur Verhinderung, Verringerung und zum Ausgleich“ wird zum Schutzgut Wasser auf „Gefahren des Eintrages von Trinkwasser gefährdenden Stoffen und der Verringerung der Quellschüttung“ hingewiesen. Als Maßnahmen wird auf das hydrogeologische Gutachten hingewiesen.

Ohne dieses nicht bestehende Gutachten kann einer Erweiterung nicht zugestimmt werden. Auch wird auf ein durchzuführendes Monitoring im Regionalplan hingewiesen, in dem die Gemeinden Ratshausen und Hausen am Tann nicht aufgeführt sind. Ein im April 2015 an die Gemeinde Ratshausen übersendeter Fragenkatalog wurde erst im September nach Messungen vom 21.07.2015 beantwortet. Ein Monitoring hat nicht stattgefunden.

Hochwassergefahr

Mit der Erweiterung des Steinbruchgeländes wird das Einzugsgebiet von schnell abgeleitetem Wasser zum Waldhausbach und zu der Schlichem deutlich vergrößert. Bereits heute treten Überschwemmungen im oberen Schlichemtal auf. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Hochwasserschäden wird deutlich zunehmen. Die vorgelegten Gutachten gehen nicht auf diesen Sachverhalt ein und stellen aus diesem Grund keine belastbare Abwägungsgrundlage für die 1. Änderung des Regionalplanes Neckar-Alb 2013 dar. In das von der Firma Holcim erstelle Rückhaltebecken auf dem Plettenberg mit einem Volumen von 30.000 Kubikmetern wird nur das Wasser einer Fläche von etwa 40 Hektar eingeleitet. Aus einer Fläche von sechs Hektar im Norden und sieben Hektar im Süden wird das Wasser nicht in das Rückhaltebecken eingeleitet. Die Süderweiterung ist zur Volumenberechnung des Beckens nicht berücksichtigt worden. Auch geht das Ingenieurbüro Heberle aus Rottenburg bei der Bestandsaufnahme für ein Hochwasserkonzept für den Schlichemverlauf von Tieringen bis Epfendorf nicht auf die Plettenbergkalksteinabbauerweiterung ein. Für eine Erweiterung ist dies unseres Erachtens unbedingt erforderlich. Im Anhang befindet sich ein Dokument zum Jahrhunderthochwasser in Hausen am Tann und zum Hochwasser in Ratshausen im Juli 2015.

Allein die Hochwassergefahr erfordert das Überdenken des 1. Änderungsantrags zum Regionalplan Neckar-Alb 2013.

2.2.3 Schutzgut Luft, Klima

Veränderung des Kleinklimas

Durch die Öffnung der Ostkulisse ist zu befürchten, dass es zu Veränderungen des Kleinklimas und von Windverhältnis kommt, was sich negativ auf das Waldbild auswirkt, wobei der Wald in diesem Bereich als wichtige Schutzfunktion, Wasserrückhaltung und Lebensraum dient. Insbesondere werden Vermögensverluste an Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen wie Wald und Streuobstwiesen durch Sturmschäden befürchtet. Auch ist die Lage des zukünftig geplanten Steinbruchs nicht mehr in einer gesenkten Lage. Hier trifft die Aussage im Gutachten der Firma AG.L.N nicht zu. Fallwinde und Stürme werden nicht mehr aufgehalten oder gebremst und können ungehindert ins Schlichemtal eindringen.

Im Kapitel 2 zum Umweltbericht zur 1. Änderung Regionalplan Neckar-Alb 2013 wird unter dem Punkt 2.2.1 in Bezug auf Luft / Klima eine Unbedenklichkeit ausgewiesen. Diese Aussagen können wir nicht teilen. Auch wird die erhebliche Luftbelastung, welche bei der Weiterverarbeitung des abgebauten Kalksteins im Zementwerk Dotternhausen der Firma Holcim freigesetzt werden, in den Untersuchungen keineswegs berücksichtigt.

2.2.4 Schutzgut Fauna, Flora, biologische Vielfalt

In der Tabelle 9 zur 1. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 zu „Maßnahmen zur Verhinderung, Verringerung und zum Ausgleich“ wird zum Schutzgut Fauna, Flora, biologische Vielfalt auf „Beeinträchtigung und Verlust von Heideflächen, überwiegend Wacholderheide, Beeinträchtigung des nahe gelegenen Schonwaldes“ hingewiesen. Als Maßnahmen wird auf die Rekultivierung von Heideflächen, die sich auf eine bestehende Planung beziehen, die von der Firma AG.L.N erstellt wurde. Die Umsetzung wurde nur schleppend und mit auf Druck der Bürgerinitiative „pro plettenberg“ begonnen. Auch fand der geforderte öffentliche Workshops der Arbeitsgruppe „Folgenutzung / Rekultivierung Steinbruch Plettenberg“ das letzte Mal am 20.09.2014 statt. Eine Rekultivierung, wie im Rekultivierungsplan von 1977 definiert, wurde in der Zeit zwischen 1939 und 2014 weder von der Firma Rohrbach noch von der Firma Holcim durchgeführt. Als Begründung wurde von Herrn Schilo, Werksleiter, Firma Holcim „die Wirtschaftliche Lage des Werkes gab eine Rekultivierung nicht her“ genannt.

Auszug aus der „Fachgutachterlichen Abschätzung Umwelt zum Regionalplanänderungsverfahren Steinbrucherweiterung Plettenberg“ der Firma AG.L.N.

„Im Jahr 2010 wurden am Plettenberg in einem großflächigen Untersuchungsraum Biotope, Vögel, Fledermäuse, Tagfalter und Widderchen und Reptilien untersucht. 2014 wurde die Haselmaus untersucht. Im Jahr 2015 finden Wiederholungskartierungen zu Biotopen, Vögeln, Fledermäusen, Reptilien, Tagfaltern und Widderchen statt.“

Ergebnisse aus dieser Wiederholungskartierung werden in der 1. Änderung des Regionalplanes nicht dokumentiert. Auch ist die Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung ( SaP ) sehr auf das von Holcim gewünschte Ergebnis einer Abbaugenehmigung ausgerichtet.

2.2.5 Schutzgut Landschaft

Es entsteht ein Verlust von 16,63 Hektar Heidefläche. Als Gegenmaßnahmen wird auf eine in der Vergangenheit nicht durchgeführte Rekultivierung hingewiesen. Auch wird als betroffene Fläche fälschlicherweise 10 ha ausgewiesen.

Auszug aus dem Gutachten der Firma AG.L.N. :

Die Vorhabensfläche befindet sich auf dem Hochplateau des Plettenbergs und ist durch extensiv genutzte Schaf- und Magerweiden, die durch Gehölze strukturiert sind, geprägt. Die Vorhabensfläche ist durch eine landschaftsgebundene Erholung (v.a. Wandern) geprägt. Die zukünftige Abbaufläche ist durch seine eingesenkte Lage charakterisiert. Im Süden, Osten, Westen und Norden schützen die erhalten bleibenden, bewaldeten Hanglagen des Plettenbergs weitestgehend vor einer Einsehbarkeit. Das Vorhaben ist nur von Nordosten aus in Teilen einsehbar.“

Die abzubauende Fläche ist nicht in wie beschrieben eingesenkt und von Osten auch sehr einsehbar. Auch weisen wir darauf hin, dass die selbe Firma AG.L.N., welche das Gutachten erstellt hat auch für die Umsetzung der Rekultivierung beauftragt wurde. Dies hat meines Erachtens einen starken Einfluss auf das Gutachten der besagten Firma. Ohne die Süderweiterung verliert die Firma AG.L.N. einen Folgeauftrag der Firma Holcim.

2.2.6 Schutzgut Mensch ( Gesundheit), Bevölkerung

Zu diesem Schutzgut wird auf die Schutzgüter „Landschaft und Sachwerte“ sowie „kulturelles Erbe“ hingewiesen.

Auch verweist die Firma AG.L.N. in seiner „Fachgutachterlichen Abschätzung Umwelt zum Regionalplanänderungsverfahren“ den Böden bei der Bodenfunktion eine sehr hohe Bedeutung als „Sonderstandort für naturnahe Vegetation“ zu. Diese naturnahe Vegetation würde bei einer Erweiterung des Steinbruches verloren gehen.

2.2.7 Schutzgut Sachwerte, kulturelles Erbe

Gefahren für die Standsicherheit des Plettenbergs

Der Plettenberg sowie die Hangschuttmassen an seinen Hangflanken sind permanenten Verlagerungsprozessen unterworfen. So haben auch in jüngster Vergangenheit Hangrutschungen erheblichen Ausmaßes stattgefunden. Eine Veränderung der hydrogeologischen Situation am Plettenberg durch den Abtrag von Deckschichten und Verlegung von Wasserströmen kann zu einer weiteren Destabilisierung der Standsicherheit der geologischen Situation führen. Die wasserundurchlässige Bodenschicht weist auf dem Plettenberg in der Höhe zwischen 920 und 940 Meter über Normalnull von Norden nach Süden ein Gefälle von drei Prozent auf. Diese Aussage wurde von Prof. Dr. Wazel, Abteilung 9 Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg, so bestätigt. Der auf dieser Bodenschicht befindliche Kalksteinblock mit einer Höhe von 60 Metern verhindert eine schnelle Ableitung der Niederschläge. Ohne diesen Kalksteinblock wird das Wasser schneller unter den Restkalksteinblock mit einer Länge von 100 Metern abgeleitet. Dies hat eine erhöhte Erdrutschgefahr zur Auswirkung. Eine Ableitung der Niederschläge Richtung Rückhaltebecken hat eine Versiegung der Ratshausener Plettenbergquelle zur Folge. Eine Millioneninvestition in die Ratshausener Wasserversorgung wäre umsonst gewesen.

Die Erdrutschgefahr stellt eine akute Gefährdung der Gemeinden Ratshausen und Hausen a.T. dar. Hiervon sind Kultur- und Sachgüter sowie menschliches Leben betroffen.

Beeinträchtigung der Wohn- und Erholungsqualität

Der Kalksteinabbau findet mittels Sprengungen statt. Der Explosionslärm wirkt ebenso störend wie der Lärm von Radladern und Muldenkippern beim Schlagen der Schaufel bzw. der Ladeflächen. Die Lärmemissionen werden derzeit durch die bestehende Steinbruchflanke teilweise abgeschirmt. Zukünftig wird dieser abschirmende Effekt durch den Rückbau der derzeitigen Steinbruchwand Richtung Hausen am Tann nicht länger gegeben sein. Die bereits derzeit bestehenden Beeinträchtigungen der Bevölkerung werden deutlich zunehmen und eine erhebliche Beeinträchtigung der Wohnbevölkerung darstellen.

Durch die Öffnung der Ostflanke wird auch der Spielbetrieb und die Erholungsfunktion des

benachbarten Golfplatzes betroffen werden. Der Golfplatz dient der Öffentlichkeit und befindet sich auf kommunalen Flächen. Eine Beeinträchtigung des Spielbetriebes kann die Existenz der gesamten Anlage gefährden.

Auch ist von der Lärmbelästigung das im Teilort Tieringen der Stadt Meßstetten befindliche Feriendorf sehr stark betroffen.

Gefahren für die Plettenberghütte

Es wird auf Gefahren für die 40 m zukünftig vom Steinbruch entfernte Plettenberghütte hingewiesen. Ein Schutz und erhebliche Auswirkungen können bei diesem kleinen Abstand zu den Sprengungen nicht ausgeschlossen werden.

Auch werden keine Ersatzleistungen bei Beschädigung oder Zerstörung der Plettenberghütte ausgewiesen.

  1. Allgemeine Feststellungen

In Tabelle 13: zur 1. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 Vorranggebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe in der Region Neckar-Alb, ist festzuhalten, dass die Gemeinden Ratshausen und Hausen a. T. als direkter Anlieger beim Steinbruch Dotternhausen nicht aufgeführt werden. Dies zeigt, dass die Untersuchungen nicht vollständig durchgeführt wurden.

Als erheblich betroffen werden die Schutzgüter Wasser, Fauna/Flora/biol. Vielfalt, Landschaft und Sachwerte/kulturelles Erbe aufgeführt.

Zudem bleibt festzuhalten, dass die von Ihnen beschriebene hohe Akzeptanz vor Ort nicht

festzustellen ist, da sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Zu unserer 1. Informationsveranstaltung in der Pfarrscheuer in Ratshausen am 27.03.2015 kamen über 100 am Nichtabbau interessierte Teilnehmer. Die von der Bürgerinitiative mit erzwungene Informationsveranstaltung am 19.05.2015 in der Festhalle Dotternhausen wurde von über 500 Teilnehmern besucht. Am Sternmarsch auf den Plettenberg am 30.08.2015 nahmen 300 Wanderer und Naturliebhaber teil.

Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass ohne ein hydrogeologisches Gutachten eine Beurteilung der Schutzgüter nicht erfolgen kann. Die 1. Regionalplanänderung wird entschieden abgelehnt.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

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